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Was ist Rückführbarkeit?

Der Begriff „Rückführbarkeit“ beschreibt einen Vorgang, durch den der von einem Messgerät dargestellte Messwert über einen oder mehrere Schritte mit einem nationalen Normal für die betreffende Messgröße verglichen werden kann.

Diese Schritte müssen eine ununterbrochene Kette von Kalibrierungen bilden. Dabei wird jeweils ein Messgerät mit einem Normal verglichen, dessen messtechnische Merkmale seinerseits durch einen Vergleich mit einem höherrangigen Normal ermittelt wurden.

Auf diese Weise entsteht eine Kalibrier-Hierachie bzw. eine Hierarchie der Prüfmittel. Die Stellen, die Vergleiche innerhalb dieser Kette durchführen, müssen darüber hinaus ihre technische Kompetenz nachweisen, z.B. durch eine Akkreditierung als Kalibrierstelle.

Kalibrierungen von anderen, nicht als Kalibrierstelle akkreditierten Stellen, gelten nicht als rückführbar im sinne der EN ISO 9001 bzw. EN ISO/IEC 17025 (auch wenn eine Zertifizierung gemäß dieser Norm vorliegt), da in diesem Fall der Nachweis der technischen Kompetenz nicht gegeben ist.